Verankerung mit Schwerlastdübel
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Eine der gängigsten Verankerungen im Hallenbau ist die Verankerung mit Schwerlastdübeln, auch Schwerlastanker oder Fixanker genannt. Sie schaffen eine feste Verbindung zwischen Halle und Betonfundament. Im folgenden Ratgeber-Artikel informieren wir über die Funktionsweise und die Einsatzbereiche dieser Verankerungsart.
Inhaltsverzeichnis
1. Einsatzbereich
Schwerlastdübel kommen häufig dann zum Einsatz, wenn eine Halle dauerhaft stehen und als „Ortfester Bau“ genehmigt werden soll. Die Alternative zu Schwerlastdübeln, insbesondere bei Leichtbauhallen, ist eine Verankerung mit Erdnägeln. Diese ist jedoch bei einer längerfristigen Aufstellung häufig nicht bzw. mit Auflagen genehmigungsfähig. Die Größe der Dübel wird exakt für die zu verankernde Halle berechnet. Schwerlastdübel sind Standardartikel und damit schnell verfügbar und vergleichsweise günstig.
2. Funktionsweise
Für die Verankerung mit Schwerlastdübeln ist ein ausreichend dimensioniertes bzw. statisch berechnetes Fundament Voraussetzung. Für Leichtbauhallen fällt die Wahl in der Regel auf Streifenfundamente. Stahlhallen werden häufig auf einer bewehrten Bodenplatte verankert. Dabei ist es wichtig, dass vorgeschriebene Randabstände und auch die Mindestplattendicke eingehalten werden, da es sonst zu Betonkantenbruch kommen kann.
Ein großer Vorteil dieser Verankerungsart: Das Fundament kann zeitlich unabhängig von der darauf zu errichtenden Halle erstellt werden. Zusätzliche Wartezeiten, wie sie z. B. beim Einsatz von eingespannten Stützen der Fall sein können, gibt es keine.
In den vorbereiteten Fundamenten werden von den Hallenmonteuren Bohrungen angebracht und die Schwerlastdübel eingeschlagen. Damit der Dübel seine volle Festigkeit erreichen kann, muss das Bohrloch gerade und mit der richtigen Tiefe gebohrt werden sowie sauber sein. Anschließend wird die Fußplatte aufgesetzt und fest mit dem Dübel verschraubt. Dabei verformt sich der Schwerlastdübel jedoch nicht wie ein Kunststoffdübel. Im Inneren befindet sich eine kegelförmige Schraube, die in einem Spreizaufsatz endet. Durch die Drehbewegung schiebt sich das kegelförmige Ende der Schraube in den Spreizaufsatz. Die Schraube zieht sich weiter in den Dübel und klemmt ihn mit hoher Kraft in das Bohrloch. Umso weniger nachgiebig das Material des Bohrlochs ist, umso fester ist die Verbindung.